Landesmuseum Zürich

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Möbel & Räume Schweiz

Historisches Zimmer von 1602–1606 aus der Rosenburg Stans mit prunkvollem Buffet und Kachelofen.

Ab 25. Juni 2010 - neue Dauerausstellung auf Zeit

Das Landesmuseum Zürich zeigt im Westflügel eine neue Dauerausstellung «Möbel & Räume Schweiz». Innenräume und Möbel der Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums werden präsentiert. Ausgangspunkt bilden die eingebauten Historischen Zimmer, die das Landesmuseum einst weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt machten. In den Räumen vor den Zimmern werden Schweizer Möbel des 20. Jahrhunderts inszeniert. Ob im Mittelalter oder in der modernen Wohnung, die Bedürfnisse der Menschen scheinen dieselben, während sich die Möbel und Räume verändern und neuen Gegebenheiten anpassen.

Die zehn getäferten Historischen Räume im Landesmuseum Zürich wurden 1898 in der Absicht eingebaut, schweizerische Handwerkskunst und vorbildhafte Wohnkultur zu zeigen. Historische Zimmer sind Räume, die von ihrem originalen Standort in ein Museum transferiert und dort eingebaut wurden. So finden sich im Landesmuseum Zimmer aus dem Kloster Fraumünster, dem Kloster Oetenbach, eine Klosterapotheke, eine Prunkstube aus dem Palazzo Pestalozzi-Castelvetro aus Chiavenna, die Visitenstube Rosenburg aus Stans oder die Stube aus Schloss Wiggen. In der heutigen Präsentation wird der Fokus auf die kunsthandwerklichen und erzählerischen Elemente der Zimmer gelegt. Die neue Lichtführung erhellt bisher Verborgenes: Amüsante Fabeln, weisse Elefanten, kecke Nackte und manch eindrücklicher Drache können in den gotischen Zimmern entdeckt werden. In den Renaissance- und Barockzimmern geht es vor allem um die Thematik Reichtum und Repräsentation. Im bürgerlichen Wohnen des 20. Jahrhunderts wird Reichtum und Ansehen nicht mehr über die Raumarchitektur, sondern vor allem mit den Möbeln ausgedrückt. Man leistete sich kunstvoll gefertigte Einzelstücke, edles Tropenholz oder schmückte sein Heim mit Design-Ikonen.