Aufsichtskommission

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Aufgaben der Mitglieder

Aufsichtskommission der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen – Aufgaben der Mitglieder

Die Organisation, Pflichten und Befugnisse der Aufsichtskommission sind in einer vom Erziehungsrat des Kantons Schaffhausen erlassenen Verordnung festgehalten und seit August 2003 in Kraft. Sie bildet die Grundlage für die Arbeit der Kommissionsmitglieder.

 

Zusammensetzung der Aufsichtskommission

Einsitz in der Aufsichtskommission haben die Vorsteherin des Erziehungsdepartements, der Rektor der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen sowie drei weitere Mitglieder. Auf Vorschlag des Erziehungsrates werden diese durch den Regierungsrat gewählt. Als weitere stimmberechtigte Mitglieder sind ein Vertreter der Pädagogischen Hochschule Zürich und ein/e Vertreter/in der Dozierenden der PHSH dabei. Den Vorsitz der Kommission nimmt von Amtes wegen die Vorsteherin des Erziehungsdepartements ein.

 

Hauptaufgaben

Gemäss Verordnung besteht eine der Hauptaufgaben in der Ausübung der «unmittelbaren Aufsicht über die Führung der Pädagogischen Hochschule, die Lehrtätigkeit sowie weitere Tätigkeiten der Hochschule sowie über das Didaktische Zentrum».

 

Grundsätzlich ist noch festzuhalten, dass die Aufsichtkommission für die Schulleitung der Pädagogischen Hochschule nicht nur eine Aufsichtsbehörde darstellt, sondern ein Partner für den Gedankenaustausch ist. Oft werden aktuelle Probleme in einem Vieraugengespräch offen diskutiert. Dadurch werden meist gute und unbürokratische Lösungen gefunden, die helfen, die Pädagogische Hochschule auf ihrem Weg zu einer guten und geachteten Hochschule, die ihren Platz in der Bildungslandschaft des Kantons Schaffhausen hat, weiterzubringen.

 

Wie sieht das nun in der Praxis aus?

Die Geschäfte der Aufsichtkommission werden durch die Schulleitung der PHSH (Rektorat) vorbereitet und im Normalfall in vier Sitzungen pro Jahr bearbeitet und erledigt. Die Mitglieder erhalten vorgängig der Sitzungen teilweise umfangreiche Akten zur Vorbereitung. Dies ermöglicht einen speditiven Sitzungsablauf. Die einzelnen Geschäfte werden in der Regel vom Rektor kurz erläutert und anschliessend detailliert diskutiert. Der Austausch zwischen Schulleitung, Vertreter der Dozierenden und den übrigen AK-Mitgliedern erfolgt in einer ausgesprochen konstruktiven Art und Weise – die Sache steht jederzeit im Vordergrund der Diskussionen.

 

Nebst diesen Sachgeschäften stellen die Unterrichtsbesuche den anderen grossen Aufgabenbereich dar. Hier sind zwei Arten zu unterscheiden.

Auf der einen Seite werden Besuche im Rahmen des LQS (Lohnwirksames Qualifikationssystem) durchgeführt, auf der anderen Seite «freie» Besuche im Rahmen des Zuständigkeitsbereichs.

 

Im Rahmen des LQS werden Dozierende mit einem grösseren Pensum alle 4 Jahre vertieft beurteilt. Es finden 3 Unterrichtsbesuche statt, je ein separater durch ein Rektoratsmitglied und ein Mitglied der Aufsichtkommission. Der dritte Besuch erfolgt gemeinsam. Das Prozedere wird durch ein Eröffnungsgespräch mit dem Dozierenden gestartet und durch ein Schlussgespräch mit allen Beteiligten beendet. Dazwischen liegen die beschriebenen Besuche, eine Studentenbefragung und eine Selbstbeurteilung des Dozierenden. Alle Ergebnisse fliessen in die schriftliche Beurteilung ein. Meine Erfahrungen nach mehreren Jahren der Beurteilung in dieser Art sind sehr positiv. Die Gespräche mit den Dozierenden sind sehr informativ und konstruktiv und helfen ganz klar mit, das Niveau der Hochschule zu festigen bzw. zu steigern.

 

Die freien Besuche dienen der Kontaktpflege mit den Dozierenden. Dabei können nützliche Erkenntnisse über die Probleme im Studienalltag gewonnen und diskutiert werden. Die Besuche werden von den Dozierenden sehr geschätzt, sie werden als Wertschätzung für die Lehrtätigkeit empfunden. Die Mitglieder der Aufsichtkommission erhalten so eine gute Einsicht in die Tagesabläufe der Hochschule. Der Bezug zur Praxis ist meines Erachtens sehr wichtig, um die Geschäfte während den Sitzungen im richtigen Lichte zu sehen.

 

Weitere Aufgaben

Nebst den beschriebenen Haupttätigkeiten gibt es natürlich eine ganze Reihe weiterer Aufgaben. Gelegentlich hat sich die Kommission mit Rekursen zu beschäftigen oder wirkt bei der Auswahl neuer Dozenten mit. Das Budget ist zu überprüfen und die Jahresrechnung zur Kenntnis zu nehmen. Immer sehr nützlich können die Besuche der Fachschafts-Sitzungen sein. Sie zeigen die aktuellen Aufgaben der Dozierenden auf.

Heinz Keller, 1954, seit 10 Jahren Mitglied der Aufsichtskommission; Besuch der Schulen in SH; 15 Jahre Lehrtätigkeit, 15 Jahre Privatwirtschaft, wovon 10 Jahre im Weiterbildungsbereich; derzeit im Volksschulamt in der Bildungsdirektion des Kantons ZH als Leiter Sonderpädagogisches tätig.