BBT
Lehrstellensituation im März 2007
Lehrstellensituation im März 2007
Im Vergleich mit den Vorjahren sind keine signifikanten Veränderungen auf dem Lehrstellenmarkt feststellbar. Gemäss der monatlichen Umfrage bei den Kantonen ist die Lage zwar immer noch angespannt, entschärft sich jedoch zusehends. Unverändert zeigt sich jedoch die Situation der Jugendlichen mit schulischen oder sozialen Schwierigkeiten, die nach wie vor Probleme haben, eine Lehrstelle zu finden.
Die Kantone sprechen im Vergleich zu den Vorjahren von einer Stabilisierung des Lehrstellenmarktes. Einige weisen darauf hin, dass es Mitte März noch zu früh sei, sich ein Bild der Situation zu verschaffen. Dies gilt vor allem für die lateinische Schweiz, wo die Vergabe der Lehrstellen traditionellerweise später beginnt als in der Deutschschweiz.
Ein anderer Trend des Vorjahrs, der sich bestätigt, ist der Lehrstellenmangel für Personen mit schulischen oder sozialen Schwierigkeiten. Um dieser Entwicklung zu begegnen, ergreifen mehrere Kantone gezielte Massnahmen, indem sie entweder Ausbildungsplätze mit bescheideneren Anforderungen schaffen oder Jugendliche mit Schwierigkeiten betreuen.
Einfachere Integration in die Arbeitswelt für Jugendliche mit Schwierigkeiten
Unter dem Arbeitstitel "Case Management" können seit Februar 2007 die Kantone die berufliche Integration von Jugendlichen mit Schwierigkeiten fördern. Ziel ist es, möglichst vielen Jugendlichen den Abschluss einer ersten postobligatorischen Ausbildung zu ermöglichen. Das "Case Management" setzt bereits ab dem 7. Schuljahr an und soll somit frühzeitig die notwendige Unterstützung bieten, damit sie sich später bei der Berufswahl einfacher in die Arbeitswelt integrieren können. Die Begleitung kann aber auch Jugendlichen Hilfe bei der Suche eines Ausbildungsplatzes oder in der Übergangsphase leisten, wenn sie nicht sofort eine Lehrstelle finden.
Anlässlich der Lehrstellenkonferenz im November 2006 regte Bundesrätin Leuthard die Einführung des "Case Managements" an. Das BBT hat in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) die Richtlinien für die Kantone ausgearbeitet. Die Umsetzung erfolgt über die kantonalen Berufsbildungsämter, um unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten gezielt gerecht zu werden. Der Bund unterstützt dabei die Kantone finanziell.




