Bildungsszene International
Besondere Kinder - Besondere Wege / Sonderpädagogik in Baden-Württemberg
"Jedes Kind braucht seinen eigenen Weg. Neue Technologien tragen dazu bei, Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach ihrem Weg zu unterstützen. In der Sonderpädagogik in Baden-Württemberg wird dieser Anspruch vielfältig und intensiv gelebt. Technik hilft, den Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen noch individueller auszurichten mit dem Ziel der aktuellen und zukünftigen Alltagsbewährung", sagte Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL anlässlich der Filmpremiere "Besondere Kinder - Besondere Wege"".
Im Rahmen der Medienoffensive II des Kultusministeriums Baden-Württemberg wurden gemeinsam mit dem Pädagogischen Fachseminar Karlsruhe mehrere Projekte im Bereich Sonderpädagogik realisiert, dazu zählt die Produktion eines Dokumentarfilms sowie die Erstellung eines gleichnamigen Internetportals, das als Informations- und Präsentationsplattform dienen soll und im Sinne einer Infobörse für Lehrkräfte, Selbsthilfeorganisationen, Fachverbände, Eltern offen steht. Bis zum Juli 2008 sollen die bedeutsamsten Bereiche der sonderpädagogischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen unter insgesamt 100 Schlagworten veranschaulicht werden. An der redaktionellen Erstellung werden sich verschiedene Experten im Land beteiligen.
Unter dem Titel "Besondere Kinder - Besondere Wege" zeigt der Filmemacher Rolf Jost in sechs Kurzfilmen die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien und Medien in der sonderpädagogischen Förderung. Anschaulich vermittelt der Film, wie diese Hilfsmittel das Lernen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen erleichtert. Zu den neuen Medien im sonderpädagogischen Bereich zählen alle elektronischen Seh- und Hörhilfen, elektronische Steuerungstechniken, behindertenspezifische Eingabegeräte und Software sowie das Internet. Diese Hilfsmittel bereichern den Unterricht und tragen entscheidend zu Qualitätsverbesserung bei. Sie fördern eigentätiges, handlungsorientiertes und nachhaltiges Lernen und verbessern die Teilhabemöglichkeiten: Die Lernmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen lassen sich auf diese Weise erweitern, der Weg zur sozialen Teilhabe gestaltet sich offener, die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in allgemeine Schulen wird gefördert und die berufliche Eingliederung gelingt im Einzelfall besser.
Die Medienberatungszentren des Landes Baden-Württemberg lieferten hilfreiches Material für den Dreh der sechs Dokumentarfilme. Diese Medienberatungszentren für Körperbehinderte, Blinde, Sehbehinderte, Hörgeschädigte und Sprachbehinderte entstanden aus der Medienoffensive Schule I und arbeiten bereits seit zehn Jahren auf diesen Gebieten erfolgreich. Sie beraten Schüler, Eltern, Lehrer und Kostenträger, suchen und entwickeln spezifische Lösungen für einzelne Kinder wie beispielsweise besondere Eingabegeräte bei motorischen Einschränkungen und beteiligen sich an Entwicklungsarbeiten der Industrie (zum Beispiel bei der Entwicklung eines Gerätes, das in der Mathematik für zuvor am PC gelöste Aufgaben Grafiken erstellt, die für blinde Schüler tastbar sind).
Die Kurzfilme entstanden in einer Schule für Körperbehinderte in Markgröningen, an einer Schule für Sehbehinderte in Karlsruhe, an einer Schule für Blinde in Ilvesheim, an einer Schule für Hörgeschädigte und Sprachbehinderte in Neckargemünd, an einem Bildungs- und Beratungszentrum für Hörgeschädigte in Stegen sowie an drei Schulen für Geistigbehinderte in Heitersheim, Stuttgart und Tübingen-Pfrondorf und an drei Förderschulen in Albstadt-Tailfingen, Stuttgart und Meßstetten.
Die Dokumentarfilmreihe "Besondere Kinder - Besondere Wege" ist unter www.besonderekinder-besonderewege-bw.de zum Download bereit gestellt.




