Bildungsszene International

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Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein

Die ersten Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein

Fehmarn, Flensburg, Halstenbek, Handewitt, Itzstedt, Kellinghusen und Schafflund - in diesen sieben Orten hat der Schuljahresbeginn in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Die ersten Gemeinschaftsschulen nehmen ihre Arbeit auf. Insgesamt 750 Schülerinnen und Schüler werden dort in die fünften Klassen aufgenommen. Bei der feierlichen Eröffnung der Gemeinschaftsschule auf Fehmarn bezeichnete Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave diesen Tag als „Meilenstein für das schleswig-holsteinische Schulsystem“. „Die Gemeinschaftsschule bildet den Rahmen für neue Unterrichtskonzepte und Unterrichtsformen, und sie lebt von einem neuen Geist“, so die Ministerin.

 

Durchgängiges Prinzip der Gemeinschaftsschulen ist das gemeinsame Lernen von Klasse 5 bis 10. Sie steht allen Schülerinnen und Schülern offen. Die unterschiedlichen Begabungen sollen mit gezielten Unterrichtsangeboten berücksichtigt werden. So können zum Beispiel klassen- oder jahrgangsübergreifende Lerngruppen gebildet werden. Jede Schule muss ein entsprechendes pädagogisches Konzept erarbeiten, dessen Genehmigung Voraussetzung für die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule ist.

 

Das Land unterstützt die Weiterentwicklung des Schulsystems mit rund 1300 Lehrerstellen, die bis 2015 für mehr Unterricht und individuellere Förderung der Schülerinnen und Schüler bereitgestellt werden. Außerdem werden bis 2010 insgesamt 1,4 Millionen Euro für ein gezieltes Fortbildungsangebot für die Lehrkräfte zur Verfügung gestellt.

 

Das Interesse an der neuen Schulart ist groß. Bereits jetzt liegen schon 14 weitere Anträge für das nächste Schuljahr vor. Zu den Gemeinschaftsschulen kommen ab 2008/09 auch die Regionalschulen. Insgesamt fünf Anträge von Schulträgern liegen dafür zurzeit dem Bildungsministerium vor. Um das Antrags- und Genehmigungsverfahren für die neuen Schulen zu vereinfachen, erarbeitet das Bildungsministerin einen Leitfaden für die Erarbeitung des pädagogischen Konzeptes.