Bildungsszene international
Holocaust-Gedenktag am 27. Januar
Seit 2004 ruft auch die EDK dazu auf, diesen Gedenktag an den Schweizer Schulen zu begehen.
Lehrpersonen, die aus Anlass dieses Gedenktages die Thematik in ihrem Unterricht behandeln wollen, finden weiterführende Informationen und Hinweise auf Unterrichtsmaterial unter http://www.educa.ch/dyn/86944.asp
Informationsmaterial zu diesem Thema befindet sich auch im DZ.
Link zur "History Helpline" der PH Nordwestschweiz: www.fhnw.ch/ph/ife/hh
Aktivitäten im Ausland
Deutschland, Frankreich, Schweden und die Tschechische Republik haben ihrerseits beschlossen, den Tag des Gedenkens auf den 27. Januar festzulegen, um an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee zu erinnern. Andere Länder haben zum Teil andere Daten gewählt, die einen engeren Bezug mit ihrer eigenen Geschichte haben. So begeht Österreich den Tag der Shoa am 5. Mai, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen
Die Erinnerung lehren
Die Inhalte der Gedenktage unterscheiden sich von Land zu Land. In einigen Ländern (Andorra, Bulgarien, Finnland, Griechenland, Türkei) steht die Aufnahme von Flüchtlingen und die Bemühungen der Bevölkerung, die Juden vor dem Genozid zu retten, im Vordergrund. In anderen Ländern ist dieser Tag des Gedenkens weiter gefasst, nämlich im Sinne von Toleranz, von Menschenrechten und vom Kampf gegen den Rassismus, wie beispielsweise in Belgien und Frankreich. In Deutschland ist der Holocaust ein Pflichtfach, das den Rahmen eines einzigen Tages sprengt. Der Europarat betitelt sein diesbezügliches Programm "Die Erinnerung lehren. Unterricht zur Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit".
Formen des Gedenkens
In den verschiedenen Ländern werden unterschiedliche Formen des Gedenkens gewählt. Italien hat auf der Gymnasialstufe einen Wettbewerb ausgeschrieben für schriftliche oder audiovisuelle Projekte mit Aussagen von Überlebenden von Konzentrationslagern. In England werden die Lehrpersonen spezifisches Unterrichtsmaterial verwenden sowie einschlägige Museumsbesuche organisieren. Das Fürstentum Liechtenstein wird die Schülerinnen und Schüler auf die wirtschaftliche Mittäterschaft gewisser Länder gegenüber Nazi-Deutschland hinführen.
Weitere Informationen unter:
http://www.holocausttaskforce.org
Sehr viel Unterrichtsmaterial und Informationen sind auch auf der Webseite der Gedenkstätte und Internationalen Schule für Holocaust-Studien Yad Vashem in Jerusalem zu finden: http://www1.yadvashem.org/education/German/homepage.htm




