Bundesamt für Gesundheit
Alkoholkampagne 2011
Ausgangslage
Die Gesellschaft sucht nach einem neuen Umgang mit dem Alkohol. Wie können wir einen genussvollen Umgang mit dem Kulturgut Alkohol praktizieren und vorleben, den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen – und gleichzeitig glaubwürdig den Exzessen und ihren Folgekosten entgegen treten? Es besteht Diskussionsbedarf!
Deshalb plant das Bundesamt für Gesundheit zusammen mit verschiedenen Trägern eine neuartige Form der Kampagnenführung, in deren Mittelpunkt der gesellschaftliche Dialog steht – das Gespräch am Tisch, die Aktion im Quartier. Als erster Schritt findet vom 21. bis 29. Mai 2011 eine Aktionswoche statt – eingebettet in ein trinationales Projekt mit Deutschland und Österreich. Auch die Aktionswoche lebt von den Menschen und Organisationen, die sie tragen. Sie beginnt im Kleinen und wächst mit unseren gemeinsamen Engagements.
Philosophie und Idee
- Programmatisch partizipativ: Das BAG lädt Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Sport und Fachwelt zur Bildung einer gemeinsamen Plattform ein. Zentrale Träger haben sich bereits entschieden, die Aktionswoche zu unterstützen.
- Kontinuierlich im Gespräch: Die Aktionswoche und die längerfristige Rahmenkommunikation thematisieren jene Fragen rund um den Alkohol, welche die Menschen und die Gemeinwesen beschäftigen. Für die Aktionswoche 2011 werden Umsetzungspartner gesucht, die mit selbst organisierten Veranstaltungen und Aktionen zum Dialog rund ums Thema Alkohol beitragen. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
- Fachlich begleitet, tatkräftig unterstützt: Das BAG stellt zur Begleitung der Aktivitäten der Umsetzungspartner fachlich fundierte Informationsmaterialien zur Verfügung. Die Co-Projektleitung steht für die Beratung von Engagierten in den Regionen zur Verfügung.
Solid eingebettet: Die Aktionswoche baut auf der Vision des Nationalen Programms Alkohol 2008-2012 (NPA) auf: «Wer alkoholische Getränke trinkt, tut dies, ohne sich selber und anderen Schaden zuzufügen.».
Umsetzung
Die Vorbereitungen der Aktionswoche 2011 laufen im Herbst 2010 an. In enger Absprache mit der Trägerschaft beginnt im Oktober die konzeptuell-fachliche Basisarbeit: Erarbeitung des Slogans der Aktionswoche, Bestimmung zentraler Handlungsfelder, Konzeption und Redaktion der Informationsmaterialien (Flyer, Website etc.). Eine Information über die zur Verfügung stehenden Informationsmaterialien an die Umsetzungspartner der Kampagne ist für Anfang 2011 geplant.
Organisation
Die Kampagnenverantwortung tragen die Sektion Alkohol und Tabak sowie die Sektion Kampagnen des BAG. Als Partner für die Umsetzung arbeiten die Sektion Kampagnen und der Fachverband Sucht, GREA und Sucht Info Schweiz als Steuergruppe Hand in Hand. Weitere Organisationen, Gremien und Einheiten werden für spezifische Aufgaben beigezogen.
Trägerschaft
Die Kampagne baut auf den möglichst vielfältigen Einbezug der Zivilgesellschaft und auf der ideellen und möglichst auch tatkräftigen Beteiligung von
- Kantonen, Städten und Gemeinden
- Polizei und Justiz
- Wirtschaft und Arbeitgeber
- Sport und Verkehr
- Fachleuten, Betroffenen und ihren Angehörigen
- Jugend, Erziehung und Schule
Beiträge
Neugierig machen, Fragen stellen, Sichtweisen einbringen, Perspektiven öffnen: die Aktionswoche lebt von Aktivitäten und Veranstaltungen, die nicht «von oben» gepflanzt werden, sondern aus den Quartieren, Gemeinden und Regionen, aus den Vereinen, Betrieben und Organisationen heraus wachsen. Dabei können die Umsetzungspartner auf zentrale Unterstützung zählen: Einerseits können sie sich bei der Konzeption ihrer Aktivitäten fachlich durch die Projektleitung beraten lassen und andererseits dürfen sie kostenlos gewisse Informationskanäle und -materialien der Kampagne nutzen (Bekanntmachung der eignen Aktivität über die Kampagnenwebseite, Abgabe von Flyern usw.).
Weitere Informationen unter www.fachverbandsucht.ch




