Bundeskanzlei

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"Schulen nach Bern" wird institutionalisiert

„Schulen nach Bern": Unter diesem Label bietet sich Sekundarschulklassen aus verschiedenen Sprachregionen der Schweiz auch dieses Jahr die Möglichkeit, im Rahmen einer politisch unabhängigen Projektwoche nach Bern zu reisen und am Puls des Geschehens nationale Politik zu erleben. Die Aktion, die nach dem letztjährigen Pilotversuch nun institutionalisiert werden soll, wird von der Bundeskanzlei und den Parlamentsdiensten tatkräftig unterstützt.

Fünfmal werden dieses Jahr jeweils fünf Schulklassen für fünf Tage in die Bundesstadt reisen, um praxisbezogenen Staatskundeunterricht zu erhalten. Die erste Projektwoche 2010 findet vom 15. bis 19. Februar statt. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I sind deutscher, französischer oder italienischer Muttersprache. Vor der Reise erarbeiten sie in ihren Klassen die erforderlichen Grundlagen und reichen als Teil des Planspiels eine eigene Volksinitiative ein.

In Bern verfolgen sie dann als ,Nationalrätinnen" und ,Nationalräte" den Weg ihrer Initiative. Sie erfahren unter anderem, welche Aufgaben Politikerinnen und Politiker wahrnehmen und welche Möglichkeiten den Bürgerinnen und Bürgern in unserer direkten Demokratie offenstehen. Dabei werden sie von Mitarbeitenden der Bundeskanzlei und der Parlamentsdienste sowie von weiteren Experten aktiv unterstützt. Als Höhepunkt und Abschluss der praxisorientierten Staatskundewoche diskutieren die Jugendlichen im Nationalratssaal die von ihnen eingereichten und vorberatenen Volksinitiativen.

Das Projekt ist schweizweit erstmalig und nimmt bezüglich praxisorientiertem Staatskundeunterricht eine Pionierrolle ein. Es will die Entwicklung des politischen Denkens und Handels fördern und dazu motivieren, schon als Jugendliche oder zumindest später als Erwachsene politisch aktiv zu werden. Der Verein ,Schulen nach Bern" wird von der ehemaligen Berner Regierungsrätin Dora Andres präsidiert, die Schirmherrschaft haben die Freiburger Staatsrätin Isabelle Chassot, Vorsitzende der Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren, und der Solothurner Regierungsrat Christian Wanner, Präsident der Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit.

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