ETH
Konrad Zuse und die ETH Zürich
Die Schweiz hat in manchen Bereichen wegweisende Beiträge zum Rechnerbau und zur Informatik geleistet. Leider gibt es bis heute kein umfassendes Werk zur Schweizer Informatikgeschichte, sondern nur Einzeldarstellungen. Die soeben erschienene Jubiläumsschrift zum 100. Geburtstag des Informatikpioniers Konrad Zuse beleuchtet die Anfänge der Informatik in der Schweiz. Der Beginn der Informatik an der ETH Zürich und damit in der Schweiz ist eng verknüpft mit dem legendären Rechenautomaten „Zuse 4".
Die Nutzung der Z4 ist auch ein Meilenstein in der europäischen Informatikgeschichte, denn 1950 war die ETH Zürich die einzige Universität auf dem europäischen Festland mit einem funktionsfähigen Computer. Zudem baute Zuse im Auftrag der Schweizer Remington Rand mit der Z9 bzw. M9 (soweit bekannt) den ersten in Serie gefertigten Computer Europas.
Aus Anlass des 100. Geburtstages wurde versucht, die damaligen Ereignisse nachzuzeichnen. Die Nachforschungen waren sehr langwierig, weil es fast keine Zeitzeugen mehr gibt und weil in vielen Veröffentlichungen Fehler und historische Irrtümer zur Zuse 4 und zu der an der ETH Zürich gebauten ERMETH festzustellen sind. Es gelang nun erstmals, diese Widersprüche einwandfrei zu klären. Dazu wurden über 100 Aufsätze und Bücher ausgewertet.
Die 25seitige Jubiläumsschrift ist unentgeltlich beim Ausbildungs- und Beratungszentrum für Informatikunterricht (ABZ) der ETH Zürich erhältlich (www.abz.inf.ethz.ch).




