Forschung UNI ZH

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Das Zürcher Interventions- und Präventionsprogramm an Schulen – zipps

Das Zürcher Interventions- und Präventionsprogramm an Schulen - zipps

Von Dr. Manuel Eisner, Projektleiter Institute of Criminology, University of Cambridge

 

Das “Zürcher Interventions- und Präventionsprogramm an Schulen – zipps” ist ein grossangelegtes Forschungs- und Interventionsprojekt zur Förderung der sozialen Kompetenzen von Primarschulkindern und zur Verminderung verschiedener Formen von externalisierendem Problemverhalten. Es handelt sich dabei um eine Longitudinalstudie kombiniert mit der randomisierten Umsetzung zweier Präventionsprogramme zur Begünstigung der Lebenskompetenzen von Primarschulkindern. Das Projekt basiert auf dem entwicklungstheoretischen Grundsatz, dass Einflüsse aus verschiedenen Lebensbereichen im Laufe des Lebens miteinander in Wechselwirkung stehen und dabei fördernd oder hemmend auf pro-soziale Kompetenzen von Kindern und Heranwachsenden einwirken können. Risikofaktoren, die mit der Familie in Zusammenhang stehen (z. B. inkonsistente Erziehung, streng disziplinierende Erziehungspraktiken, geringe Bindung zwischen Eltern und Kindern, Partnerkonflikte) bilden zusammen mit der Persönlichkeit des Kindes (z. B. Impulsivität, Risikobereitschaft, Aufmerksamkeitsdefizite) die empirisch am besten belegten Bedingungen für späteres Problemverhalten. Demzufolge wurde mit dieser Studie einerseits ein Programm zur Förderung der elterlichen Erziehungskompetenzen im Frühjahr 2005 eingeführt, andererseits ein im schulischen Lehrplan verankertes Programm zur Verbesserung der pro-sozialen Kompetenzen von Schulkindern im Schuljahr 2005/2006. Mittels einer Längsschnittstudie, die eine Zielstichprobe von 13000 Kindern umfasst und drei Erhebungswellen in jährlichen Abständen vorsieht, wird die Wirksamkeit dieser Programme evaluiert. Zur Zeit findet die dritte Erhebungswelle von Eltern- und Kinderinterviews bis Mitte Dezember 2007 statt. Im Mai 2007 werden die Ergebnisse der laufenden Studie öffentlich vorgestellt.

 

Weitere Informationen unter: www.z-proso.unizh.ch