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Zum Schreibenlernen muss man nicht immer Schreiben üben!

Kindern fällt das Schreibenlernen leichter, wenn sie gleichzeitig mit ganzkörperlichen Bewegungsübungen gefördert werden. Eine Zürcher Studie zur Überprüfung von Effekten auf die Schreibmotorik bei über 150 Kindergartenkindern lieferte interessante Ergebnisse. In der so genannten G-FIPPS-Studie der Hochschule für Heilpädagogik in Zürich HfH konnte nachgewiesen werden, dass Kinder ihre grafomotorischen Leistungen längerfristig dann verbessern, wenn sie sich intensiv mit Raumwahrnehmung, Geschicklichkeit und Koordination über psychomotorische Bewegungsangebote beschäftigen. Eine andere Gruppe von Kindern, welche vorwiegend mit Stift und Papier gefördert wurde, schnitt schlechter ab.

Eine Chance für schwache Kinder
„Besonders gefreut hat uns, dass vor allem schwache Kinder überproportional profitieren konnten“, so Studienleiter Martin Vetter. „Wir können Eltern und Pädagogen aus den Ergebnissen der Studie raten, bei feinmotorischen Problemen von Kindern nicht ständig mit Papier und Stift zu arbeiten, sondern auch abwechslungsreiche Bewegungsangebote zu machen“.

Üben kann Spass machen
Wenn Kinder beispielsweise in Bewegungsspielen links und rechts unterscheiden lernen, dann fällt es ihnen offensichtlich leichter, dieses auch im Schreibheft zu tun. „Um später den Buchstaben richtig herum ins Heft zu bekommen, helfen Spiele wie das „Roboterspiel“. Dabei tippen sich die Kinder gegenseitig auf Schulter und Nacken und steuern sich mit viel Spaß im Raum herum“ erklären Karoline Sammann und Irene Kranz, die als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der HfH die Praxiseinheiten in den Zürcher Kindergärten koordiniert haben. Psychomotoriktherapeutinnen und –therapeuten sind Fachleute im Bereich der gezielten Bewegungsförderung und wissen hier Rat.

Die ganze Studie als pdf: http://www.hfh.ch/webautor-data/70/090406_GFIPPS_Abschlussbericht-V-1-0.pdf

Informationen zur Psychomotorik allgemein: http://www.hfh.ch/content-n45-sD.html