Kindermuseum Baden
Welt des Kindes
Die Kindheit ist das Fundament, auf dem unsere Persönlichkeit aufbaut. Das Schweizer Kindermuseum widmet sich den ersten Stufen im Leben eines Kindes. Jeder Museumsraum birgt Überraschungen und lockt nicht nur Kinder und Schulklassen an, sondern gewährt auch Erwachsenen Rückblicke in ihre eigene Kindheit.
Die attraktive Villa am Ländliweg 7 in Baden ist wie geschaffen für das Kindermuseum. Seit 2002 ist sie das Domizil für tausende von Ausstellungsobjekten: eine grosse Wunderkammer. Auf fünf Etagen und in insgesamt 20 Räumen erwartet die Besucherinnen und Besucher 300 Jahre Kinderkultur in ihren unterschiedlichsten Facetten. Den Kern des Museums bildet die Dauerausstellung; diese wird ergänzt durch Sonderausstellungen, einen Leseraum, einen Spielraum, diverse Experimentierstationen und eine Cafeteria. Das «Haus der Kindheit» ist längst zum Generationentreffpunkt geworden und erfreut sich steigender Besucherzahlen.
Ein Überblick über drei Jahrhunderte Kinderkultur
Zweck des Museums ist das Dokumentieren der Entwicklung der Kindheit über die letzten 300 Jahre. Spielzeug, schulische Lehrmittel, Kinderbücher und vieles mehr zeigt, wie Kinder in den verschiedenen Epochen gespielt, gelebt und gelernt haben. Auffallend ist der Wandel der Materialien und die zunehmend raffiniertere Technik, die in den Spielzeugen zur Anwendung kommt – sie folgen den Erfindungen in der Welt der Erwachsenen. Die Entwicklung innerhalb der Kinderkultur regt zum Nachdenken an und stellt die Besucher vor die Frage: Was brauchen unsere Kinder auf dem Weg in die Zukunft?
Interaktive Experimentier- und Spielmöglichkeiten
Ergänzend zur klassischen Objektpräsentation in Glasvitrinen finden sich Objekte zum Spielen, Entdecken und Experimentieren. Im Spielraum und in der Museumswerkstatt können die Besucher in Fantasie- und Zauberwelten eintauchen und beim Basteln und Malen eigene Werke schaffen. Gut möglich, dass ein Kind dabei die Zeit vergisst - was allerdings oft auch Erwachsenen passieren kann.
Jeweils von Oktober bis April bietet das Kindermuseum unter dem Titel «Spiel & Begegnung» ein vielseitiges Aktivitätenprogramm: Drechsler, Glasbläser und Zinngiesser zeigen ihre Fertigkeit, Dampfmaschinen und Eisenbahnen aus Blech werden vorgeführt, und Zauber- sowie Figurentheatervorstellungen finden statt.
Eine Besonderheit ist das sogenannte Hosensackmuseum: Hier können Kinder eigene Werke oder Sammlungen ausstellen. Sie gestalten ihre Vitrine selbst. In diesem «Museum im Museum» begegnen sich faszinierende Kinderwelten auf kleinstem Raum.
Pioniergeist
Das Schweizer Kindermuseum nahm in den Jahren 1965 bis 1970 mit dem systematischen Aufbau einer kindheitsgeschichtlichen Studiensammlung seinen Anfang. Auf dieser Basis entwickelten die Initianten Sonja und Roger Kaysel das Konzept für ein Kindermuseum, das 1985 dank der Gründung eines Fördervereins im städtischen Haus zum Schwert realisiert werden konnte. Eine grosszügige Schenkung ermöglichte im Jahr 2002 den Erwerb der Villa am Ländliweg 7 und erlaubte dem Museum den Einzug in ein eigenes Gebäude.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Gruppenführungen
Dienstag bis Samstag 14–17 Uhr, Sonntag 10–17 Uhr. Die Eintrittspreise betragen für Kinder CHF 3.–, für Studenten und Lehrlinge CHF 7.– und für Erwachsene CHF 10.–. Führungen für Schulen und Erwachsenengruppen können die ganze Woche nach Vereinbarung gebucht werden. Für Schulklassen kostet eine Führung CHF 120.–, für Studenten und Lehrlinge CHF 120.– plus CHF 7.– pro Person und für Erwachsenengruppen CHF 120.– plus CHF 10.– pro Person.






