Medienmitteilung NOVA11

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Neues Ausbildungskonzept an der PHSH

Das Projekt NOVA 11 ist die Bezeichnung für ein umfassendes Reformprojekt der Ausbildung an der PHSH. Das Projekt richtet sich nach Vorgaben der Pädagogischen Hochschule Zürich. Es gründet auf einer umfassenden Analyse des Ausbildungskonzeptes und führt zu folgenden Schwerpunktsetzungen:

• Der Praxisbezug wird verstärkt. Es werden Lernarrangements geschaffen, in denen stärker von realen Situationen im Schulalltag ausgegangen wird.
• Das Studium wird kohärenter, es entstehen grössere Lerngefässe, die besser aufeinander abgestimmt sind.
• Die Präsenzzeit wird zu Gunsten von selbstorganisiertem und kooperativem Lernen der Studierenden reduziert. Die Betreuung der Studierenden wird erhöht.

Die Reform ist umfassend. Mit mehr Schulpraxis und mehr eigenverantwortlichem Lernen will sie die Ausbildung näher an die Bedürfnisse der Schulen rücken. Grundlegend ist nicht mehr das Modell «von der Theorie in die Praxis», vielmehr soll «die Praxis in die Theorie geholt werden». In so genannten Lernfeldern werden Fragen der Praxis fächerübergreifend bearbeitet. Die Arbeit ist in Projekten organisiert und folgt der Methodik des Problem-based-Learning.

Ein weiteres Kernstück der Reform ist das Quartalspraktikum. Nur wer längere Zeit mit einer Klasse und ihren einzelnen Schülerinnen und Schülern arbeitet, erfährt auch die Wirkung seines Unterrichts. Der Bogen ist in den bisherigen drei - bis vierwöchigen Praktika zu kurz. Was beispielsweise der Umgang mit der Heterogenität einer Klasse in der Praxis wirklich bedeutet, zeigt sich mit steigender Dauer deutlicher. Die längere Dauer ermöglicht auch einen Einblick in die ganze Kultur einer Schule. Insgesamt werden die Studierenden rund einen Viertel der Ausbildungszeit in den Schulzimmern der Praxislehrpersonen verbringen.

NOVA 11 ist für die Dozierenden und die Schulleitung der PHSH eine grosse Herausforderung. Sie ist aber lohnend. Die Zielrichtung der Reform entspricht der Positionierung der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen: persönlich, stark, nachhaltig.


Absolventenbefragung an der PHSH

Im Rahmen einer Masterarbeit wurden alle Absolventinnen und Absolventen der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen (PHSH) zur Qualität der Ausbildung befragt. Fast 90% der antwortenden Absolventinnen und Absolventen würde sich wieder für die PHSH entscheiden. Für das im Vergleich sehr gute Resultat sprechen massgeblich die überschaubare Grösse und das lernförderliche Klima.

Frau Katharina Roth  hat im Rahmen im Rahmen ihrer Masterarbeit eine Absolventenbefragung durchgeführt. Befragt wurden alle ehemaligen Studierenden der Abschlussjahre 2006 bis 2009 (Primar- und Vorschulstufe).
Die Absolventinnen und Absolventen wählten grösstenteils die PHSH wegen ihres Standortes aus und würden sich heute wieder für ein Studium in Schaffhausen entscheiden. Das Wohlbefinden während des Studiums wurde als sehr hoch eingestuft. Ein Grund dafür ist das gute Arbeitsklima. Die Zusammenarbeit mit den Dozierenden und die Kooperation unter den Studierenden wurden sehr positiv bewertet.

Mitverantwortlich für das positive Ergebnis sind auch die kurzen Wege innerhalb der Institution sowie die Unterstützung durch das Didaktische Zentrum. Unter den Klimaaspekten erhielt die Lernumgebung (Räume und Infrastruktur) die tiefste Einschätzung. Das, was die Ausbildung in Schaffhausen auszeichnet, hat Auswirkungen in den Berufsalltag. Nach Aussagen der Befragten wurden Teamfähigkeit und Verlässlichkeit nachhaltig gefördert.