Nationalpark
Das neue Nationalparkzentrum in Zernez

- © SNP
Das Engadin ist um eine Attraktion reicher: Über 40 000 Personen haben 2008 die Ausstellungen im neuen Nationalparkzentrum in Zernez seit seiner Eröffnung am 31. Mai 2008 besucht. Auf 800 m2 Ausstellungsfläche erleben die Besucher den Nationalpark in seiner ganzen Vielfalt.
Die Ausstellungsmacher haben sich bei der Planung eine reihe von Zielen gesetzt: Die Ausstellung spricht alle Sinne an, die Besucher werden zur Aktivität angeregt. Als Lernort vermittelt das Zentrum ökologische Zusammenhänge auf einfache Weise. Die Inhalte werden auf verschiedenen Ebenen dargestellt. Die Besucher bestimmen selber, wie intensiv sie sich mit einem Thema auseinandersetzen wollen. Lehrpersonen definieren die Lernziele selbst. Die Ausstellung regt zur persönlichen Auseinandersetzung mit der Natur an. Besucher erhalten neue Denkanstösse, verstehen die Natur als Netzwerk und nehmen sich selbst als Teil davon wahr. Die Verantwortung wird ihnen bewusst, Betroffenheit ist erwünscht. Sie werden zu bewusstem und naturgerechtem Verhalten angeregt.
Das vom bekannten Architekten Valerio Olgiati realisierte Gebäude besteht aus 6 identischen Räumen:
Empfangsraum Nebst freundlichem und kompetentem Personal von Nationalpark und Zernez Tourist Info steht ein reichhaltiger Büchershop inkl. CD’s, DVD’s und Karten bereit.
Dauerausstellung die 4 Räume in den beiden Obergeschossen zeigen die Ausstellung Wunderwelt Nationalpark. Die Erläuterungen erfolgen mittels Audioguides.
Raum 1: trIMAGINAZIUN – eintauchen Überraschend und atemberaubend zeigt sich die Natur auf drei Grossleinwänden. Zu allen Jahreszeiten. Im Wasser, in der Erde, auf Weiden und in Wäldern, in der Luft. Andreas Moser und sein Netz-Natur-Team haben über Monate im Nationalpark gefilmt und ein ganz besonderes Filmerlebnis ermöglicht.
Raum 2: Ursprünge Hier dominieren die Kräfte der Natur wie Alpenfaltung, Eiszeiten und zahlreiche natürliche Prozesse, die für die Idee des Nationalparks eine zentrale Bedeutung haben. Modulthemen sind die Entwicklung des Lebensraums vor Auftreten des Menschen und die Überlebensstrategien von Pflanzen und Tieren.
Raum 3: Natur und Mensch Welche Spuren menschlicher Aktivität sind heute noch im SNP zu finden? Welche Bedeutung hat der Mensch für das Gleichgewicht der Natur? Themen sind Bergbau, Köhlerei und Holzschlag, die Ausrottung von Hirsch und Bartgeier oder die beinahe tragische Geschichte des Tannenhähers, Logovogel des Nationalparks.
Raum 4: Visionen Der letzte Raum nimmt die Gäste mit auf eine Zeitreise und soll zum Innehalten anregen: Welchen Stellenwert hat der Nationalpark für mich? Was ist meine Rolle im natürlichen System? Was wünsche ich mir für den Nationalpark? Ich – eine Pionierin / ein Pionier?
Wechselausstellungsraum Bis zum 25. Oktober 2009 ermöglicht die Ausstellung Lutra lutra – eine Chance für den Fischotter - unkonventionelle Einblicke in das Leben dieser Tierart, die hoffentlich wieder den Weg in ihren früheren Lebensraum findet.
Der Runde Tisch bietet eine Fülle von multimedial aufgearbeiteten Informationen zu Naturschutz und Forschung.
In der Blackbox haben die Gäste die Möglichkeit, einen virtuellen Alpenflug in verschiedene alpine Schutzgebiete zu unternehmen, verbunden mit einblendbaren Kurzfilmen oder Textinformationen.
Öffnungszeiten: im Sommer täglich von 8.30 bis 18.00
Im Winter: reduzierte Öffnungszeiten (www.nationalpark.ch)
Eintritt: Erw. CHF 7, Kinder (6-16) CHF 3, Fam. CHf 15
Ausflugstipp: Zweittageswanderung Zernez–Chamanna Cluozza–Murter–Spöltal
Beste Zeit: Juli bis September
1. Tag: Ab Bhf Zernez in 3 ½ Stunden zur Cluozza-Hütte. Höhendifferenz 700m
2. Tag: Chamanna Cluozza–Murter–Spöltal
Setzt stellenweise trittsicheres konzentriertes Gehen voraus. 4 Stunden Wanderzeit. Rückkehr mit Postauto ab P3. Höhendifferenz 800m
Alternativ: Rückkehr nach Zernez auf der Aufstiegsroute – Besuch der Ausstellung oder Erfrischung im Hallen- und Freibad (liegt direkt neben Parkzentrum)
©Texte: SNP, Beni Reimann - Hämmerli




