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Weiterbildung - „Gestaltung der späten Berufsphase“

Mit dem demographischen Wandel bewegen sich zunehmend mehr Männer und Frauen über 55 im Erwerbsleben. Meist sind ältere Kolleginnen und Kollegen in guter physischer und psychischer Befindlichkeit, sind motiviert, engagiert und möchten dies auch bis zur Pensionierung bleiben.

Die Gestaltung der späten Berufsphase gewinnt in Bildungsorganisationen und sozialen Einrichtungen zunehmend an Bedeutung. Auf das Wissen und die Erfahrung älterer Kolleginnen und Kollegen kann nicht verzichtet werden. Viele Lehrpersonen und Berufstätige im pädagogischen Feld üben ihren Beruf meist mit Freude und grossem Engagement aus. Die teilweise drastischen Veränderungen und Neuerungen im Bildungswesen, Konflikte mit Kollegen und Kolleginnen, Kindern und Jugendlichen, Eltern oder auch Vorgesetzten können diese Freude trüben. Zudem sind die physischen, sozialen und psychischen Veränderungen des Älterwerdens nun deutlicher zu spüren.

Zwei neue Weiterbildungsangebote
Die beiden Weiterbildungen greifen diese Thematik aus der jeweiligen Perspektive der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf.

  • kompetentes und engagiertes Arbeiten in der späten Berufsphase: eine Weiterbildung für Lehrpersonen und im pädagogischen Berufsfeld tätige Personen.
  • Führung und Begleitung von älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der späten Berufsphase: eine Weiterbildung für Schulleitungen und Führungspersonen im pädagogischen Feld.

Die Angebote wurden von der Pädagogischen Hochschule Graubünden, der Pädagogischen Hochschule St.Gallen, der Pädagogischen Hochschule Thurgau und der Fachhochschule St.Gallen für Angewandte Wissenschaften (Fachbereich Soziale Arbeit) gemeinsam entwickelt.

Kompetentes und engagiertes Arbeiten in der späten Berufsphase
Aus vielen Ergebnissen der Lehrerforschung ist bekannt, dass diese Phase der „Vorbereitung des Rückzugs aus dem Erwerbsleben“ wie auch der „grösseren Distanzierung und Übersicht“ spezielle Fragestellungen beinhaltet:

  • Wie kann ich für mich die späten Berufsjahre gestalten, sodass ich meine Freude und Motivation im Beruf erhalten kann?
  • Wie begegne ich den Veränderungen und Neuerungen in meinem Berufsfeld und wie gehe ich mit dem veränderten Berufsbild „Lehrer“ um?
  • Wie erlebe ich mich in den arbeitsbedingten Konflikten mit den Schülerinnen und Schülern, den (jüngeren) Kolleginnen und Kollegen, der Schulleitung und mit den Eltern: als stur, kämpferisch, engagiert, resigniert-ausweichend, zurückgezogen?
  • Wie wirkt sich die bevorstehende Pensionierung auf meinen Arbeitsalltag aus?

Führung und Begleitung von älteren Lehrpersonen
Für die Schulleiterinnen und Schulleiter stellt die Zusammenarbeit mit den älteren Lehrerinnen und Lehrern oftmals eine besondere Herausforderung dar. Die Altersvielfalt im Team, das Erarbeiten von Entwicklungsperspektiven für ältere Lehrpersonen oder das Finden von Lösungen bei Belastungssituationen oder Konflikten sind in der Personalführung wesentliche Themen.

Ziele der beiden Angebote
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich aus unterschiedlicher Perspektive mit dem Thema Alter und Beruf auseinander. Einerseits erhalten Lehrpersonen so die Möglichkeit für sich einen Weg zur Gestaltung der letzten 5-15 Berufsjahre bis zur Pensionierung zu finden. Andererseits erweitern Schulleitungen ihr Wissen über die speziellen Bedürfnisse von älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und die damit verbunde Personalführung und –entwicklung.

Ausführliche Informationen unter:
www.phtg.ch/Weiterbildung  oder über Frau Hanni Grasser, Sekretariat „späte Berufsphase“ (071 858 71 42 oder hanni.grasser(at)phsg.ch)

Auskunft und Beratung:
Liliane Speich, Projektleitung späte Berufsphase (071 678 56 21 oder liliane.speich(at)phtg.ch)

Start der beiden Weiterbildungen:
Oktober 2009