Pro Juventute
Elternbegleitung statt Elternbussen
Eltern sollen vermehrt zur Teilnahme an obligatorischen Schulveranstaltungen wie Elternabenden gebracht werden. Pro Juventute befürwortet einen intensiveren Austausch zwischen Eltern und Schule. Elternbussen, wie sie in verschiedenen Gemeinden durchgeführt oder diskutiert werden, lehnt Pro Juventute indes ab. Die Stiftung fordert stattdessen eine verstärkte Begleitung von Eltern schulpflichtiger Kinder. Dabei kann Pro Juventute die Schulen mit ihren Dienstleistungen in den Bereichen Schule und Elternbildung unterstützen.
Die Förderung des Kontakts zwischen Schule und Eltern ist eine wichtige Voraussetzung für ein funktionierendes Bildungssystem. Pro Juventute fordert daher, die Begleitung und Information von Eltern zu stärken. Bussen lehnt die Stiftung dagegen ab. Ein Bussensystem für Eltern, die sich dem Kontakt der Schulen entziehen (beispielsweise durch Fehlen an Elternabenden), könnte gegebenenfalls ein bereits gestörtes Verhältnis von Eltern zur Schule weiter beeinträchtigen. Gleichzeitig kann ein solches System die Belastung der Lehrpersonen erhöhen, was es zu vermeiden gilt. Zudem sind finanzstarke Eltern von Bussen nur gering betroffen, während die Bussen von finanzschwachen Eltern, die vom Sozialwesen unterstützt werden, aus der Gemeindekasse bezahlt werden müssen.
Zur Stärkung der Elternbildung und zur Förderung des Kontakts zwischen Schulen und Eltern kann Pro Juventute die Schulen mit den Pro Juventute-Dienstleistungen in den Bereichen Elternbildung und Schule unterstützen. Dabei sind insbesondere die Pro Juventute Elternbriefe ein wichtiges Angebot der Elternbegleitung. Diese können Eltern von Gemeinden oder Fachstellen zugestellt werden und informieren über Themen aus Bildung, Erziehung und Gesundheit. Einen zentralen Beitrag zur Integration von Eltern mit Migrationshintergrund leistet die Pro Juventute-Broschüre «Unser Baby» in sieben Fremdsprachen.
Für Elternabende und Bildungsanlässe für Eltern können die Pro Juventute-Dienstleistungen «Handyprofis», «Kinder-Cash» und «Potz Tuusig» gebucht werden. Dabei informieren Fachpersonen Eltern, wie sie ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien und Konsumgütern lehren und damit die Medien- und Finanzkompetenz stärken können.




