Pro Patria - ViaStoria
Lernend unterwegs auf Kulturwegen

- Karrgeleise bei Vuitebœuf VD: Wer hat diese Strasse gebaut, wer hat sie benutzt? Die Didaktikunterlagen führen Jugendliche über spannende Themen an die Schweizer Verkehrsgeschichte heran. Foto: Heinz Dieter Finck, © ViaStoria
Gemeinsam mit Pädagogischen Hochschulen erarbeiten die Schweizerische Stiftung Pro Patria und ViaStoria, Zentrum für Verkehrsgeschichte, Didaktikgrundlagen zum Thema Kulturwege. Damit sollen Lehrpersonen ab nächstem Jahr Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt werden, die Kinder und Jugendliche altersgerecht an kulturgeschichtliche Themen heranführen.
Wo kommt unser Salz her, und wofür wird es gebraucht? Wie fühlt sich das Gehen auf einem gepflasterten Saumpfad an? Wie schläft man in einer Pilgerherberge, und was bedeuten die Bilder in einer Wallfahrtskirche? Wie wird ein Transportschiff beladen, und welche Güter befördert es?
Zahllose Fragen lassen sich am besten an Ort und Stelle beantworten. Wissensquellen wie Bücher und Internet sind zwar nützlich, um Ursachen und Zusammenhänge zu erkennen. Aber lebendige Einsichten und Erfahrungen gewinnt man nur im direkten Kontakt mit der Welt.
Schulreisen und Projektwochen
Schülerinnen und Schüler sollen beim langsamen Reisen durch die vielfältigen Kulturlandschaften der Schweiz Primärerfahrungen erwerben können. Dafür hat Pro Patria in Zusammenarbeit mit ViaStoria ein nationales Programm für die didaktische Aufbereitung der historischen Verkehrswege initiiert. Es soll vielseitige Grundlagen für interdisziplinäres, fächerübergreifendes Lehren und Lernen aller Schulstufen auf einer Internetplattform bereitstellen. Diese wird durch ein gedrucktes Lehrmittel ergänzt. Die Unterrichtsmaterialien beruhen auf wissenschaftlichen Vorarbeiten und unterstützen ab 2010 die Umsetzung der aktuellen Lehrpläne der Primarstufe und der Sekundarstufen durch Routenvorschläge und Materialien für Exkursionen, Schulreisen und Projektwochen.
Breite Abstützung
Das Programm wird durch eine enge Zusammenarbeit der Partner Pro Patria, ViaStoria und Pädagogische Hochschule PHBern verwirklicht. In der Romandie unterstützt die Pädagogische Hochschule Wallis das Vorhaben. Breit abgestützt ist es auch durch den Einbezug aussenstehender Fachleute und Produktionspartner für die schulgerechte Realisierung der Produkte.
Bewusstsein für Kultur fördern
Der Stiftungszweck von Pro Patria ist die Erhaltung und Pflege von schweizerischem Kulturgut und die Förderung des kulturellen Lebens. Ihr Anliegen, das Bewusstsein der Jugend für Kultur zu fördern, hat Pro Patria im Leitbild verankert. Mit den Unterrichtsmaterialien für verschiedene Schulstufen möchte die Stiftung Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kulturgütern erleichtern. Als Thema eignet sich Kulturwege Schweiz optimal: Die zwölf Via-Routen von Kulturwege Schweiz basieren auf dem Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz IVS. Jede der Routen erschliesst ein besonderes Stück Schweizer Geschichte.
Pro Patria widmet ihre Sammlung 2009 zum dritten Mal Kulturwege Schweiz. Im Mai gibt die Post Pro-Patria-Sonderbriefmarken zum Thema heraus.




