Projekt Speed
No risk no fun?
Verkehrserziehung und Risikokompetenz fördern!

Jedes Wochenende können wir von massiven Geschwindigkeitsübertretungen, von Raserrennen auf nächtlicher Strasse lesen und schockierende Unfallbilder betrachten. Das prägnanteste Gemeinsame der Lenker: Sie sind männlichen Geschlechts. Pro Jahr 449 Schwerverletzte und 28 getötete Kinder und Jugendliche – dabei sind doppelt so viele Knaben wie Mädchen!
Dies kann damit erklärt werden, dass der Hang zum Kick und zur Grenzerfahrung bei jungen Männern weit stärker ausgeprägt ist als bei den gleichaltrigen Frauen. Je nach Typ lassen sie sich dabei ein auf leichte Rauscherlebnisse, die sogenannten „flows“ bis hin zu waghalsigem unreflektierten „sich ins Abenteuer stürzen“ frei nach dem Leitspruch „no risk – no fun“.
Zudem stellt das Auto insbesondere für männliche Jugendliche ein Statussymbol dar, das ihnen schon weit vor dem Erwerb des ersten Gefährts - als „mein Traumauto“ - Identität verleiht. Nicht nur die amerikanische Hip-Hop-Kultur setzt auf grosse Schlitten und heisse Girls. Oft nennen Männer das Auto kurz nach der Freundin (oder umgekehrt) als Wichtigstes in ihrem Leben.
Das Projekt Speed - Schulprojekte
Das Projekt Speed des Netzwerks Schulische Bubenarbeit sucht Verkehrserziehung und Vermittlung von Risikokompetenz miteinander zu verknüpfen und an den Schulen als „Paket“ anzubieten. Das Projekt Speed befähigt Lehrpersonen und Eltern Risikoverhalten und Rasen (koordiniert) zum Thema zu machen – ohne mahnenden Zeigefinger. Jugendliche rappen und texten wiederum für Jugendliche. Unterschiedliche Standpunkte sind erlaubt. Ziel ist eine Reflektion des eigenen Verhaltens bzw. - wo nötig und gewünscht – das Einüben neuer Verhaltensmöglichkeiten. So sollen
- Lehrpersonen befähigt werden als Team in verschiedenen Fächern das Thema anzugehen (Schulinterne Weiterbildung, Coaching, Lehrmittel)
- Eltern angesprochen werden in ihrer Verantwortung (Flyer, Elternangebote)
- Experten integriert werden (Verkehrsinstruktoren, FahrlehrerInnen)
- Verschiedenste Angebote und Ansätze je nach Situation und Bedarf einbezogen werden (RoadCross, ASN, Erlebnispädagogik, Risikopädagogik)
Kontakt:
Lu Decurtins, Sozialpädagoge und Supervisor, Projektleiter Projekt „Speed“ des Netzwerks Schulische Bubenarbeit. 044 451 28 48, 079 203 06 91, nwsb(at)nwsb.ch; www.nwsb.ch.




