Religionen Schweiz

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«Kuppel – Tempel – Minarett»

Rechtzeitig zur Abstimmung über die Anti-Minarett-Initiative erschliesst ein attraktiver Faltprospekt die bestehenden Sakralbauten zugewanderter Religionen in der Schweiz. Das Projekt «Kuppel – Tempel – Minarett» des Zentrums Religionsforschung an der Universität Luzern dokumentiert darin jene religiösen Bauten, die nach 1945 infolge Migration entstanden, die klar einer religiösen Tradition zuzuordnen sind und deren Äusseres und Symbolik im Kontext der Mehrheitsgesellschaft als ungewohnt, ‹fremd› oder ‹exotisch› erkennbar ist. In fünf Fällen waren dies Umbauten vorhandener Gebäude. Das Projekt erhob 19 religiöse Bauten schweizweit, weitere drei sind derzeit im Bau und werden künftig zur deutlicheren Wahrnehmung der neuen Vielfalt der schweizerischen Religionslandschaft beitragen.

Der Faltprospekt zeigt, dass es in der Schweiz weit mehr markante Religionsbauten gibt als die drei oft genannten Minarette, nämlich u. a. sieben orthodoxe Kirchen, vier buddhistische Einrichtungen sowie je eine der Sikhs und der Mormonen. Teils stiessen die Bauprojekte auf Skepsis oder Ablehnung, teils auf Gleichgültigkeit oder gar Unterstützung. All diese Reaktionen sind eingebettet in die Umstände ihrer Zeit, und oftmals geben eher das gesellschaftliche «Image» einer Religion und politische Interessen den Ausschlag als Zonenkonformität und Einpassung ins Dorfbild. Ausgehend von den Informationen im Faltprospekt lassen sich im Unterricht verschiedenste Fragestellungen angehen. Näheres: www.religionenschweiz.ch/bauten  

Sie können den Flyer hier herunterladen.