Schülerbibliotheken
Einladung zur Mitarbeit
Die Richtlinien für Schulbibliotheken, herausgegeben von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der allgemeinen öffentlichen Bibliotheken (SAB) bieten Entscheidungs- und Arbeitsgrundlagen für den Betrieb, Auf- und Ausbau von Schulbibliotheken, Mediotheken und Medienzentren in Schulen. Mit den Richtlinien stellt die SAB klar, dass sie sich auch für diesen Bibliothekstyp als Unterstützungseinrichtung versteht. Gleichwohl bieten die Richtlinien nur einen Rahmen, welcher kantonal und lokal interpretiert werden muss. In verschiedenen Kantonen stehen zusätzlich weitere Einrichtungen zur Unterstützung von Schulbibliotheken bereit.
Die letzte Ausgabe der Richtlinien wurde im Jahr 2000 publiziert. Seitdem hat sich die Situation in Schulen, Bibliotheken und den Lebensgewohnheit der Schülerinnen und Schüler stark verändert. Aus diesem Grund wurde einem Team am Schweizerischen Institut für Informationswissenschaften der HTW Chur der Auftrag erteilt, eine Überarbeitung der Richtlinien vorzunehmen. Die Publikation dieser aktualisierten Fassung ist auf das Jahr 2013 angesetzt.
Aufgabe des Teams ist es, zum einen die eingetretenen Änderungen in Schule, Bibliothek, Gesellschaft und Alltag in die neuen Richtlinien einzuarbeiten. Dazu zählt die Verbreitung digitaler Medien, Lernumgebungen, Kommunikationsgeräte und Blockzeiten. Auch die Zunahme gesprochener Sprachen im Schulalltag, die Aufwertung der Leseförderung und Lernerinnen- und Lernerzentrierte Unterrichtsformen, die unterschiedlichen Koordinierungsbestrebungen im Schulbereich auf interkantonaler und schweizweiter Ebene, soie deren Interpretation im katonalen Rahmen stellen für die Schulbibliotheken eine Herausforderung dar. Zum anderen ist es Aufgabe des Teams, die Schulbibliothek noch mehr, als in der vorliegenden Version der Richtlinien, als Einrichtung in der Schule zu verorten. Hierzu sollen möglichst viele Rückmeldungen über die Realität in den unterschiedlichen Schulbibliotheken in der Schweiz gesammelt und in die Neufassung der Richtlinien eingearbeitet werden.
Das Team strebt eine grösstmögliche Transparenz seiner Arbeit an und wird mehrere Möglichkeiten zu Rückmeldungen bereitstellen. In einem ersten Schritt sind Workshops zur Version der Richtlinien aus dem Jahr 2000 geplant. Diese Workshops sollen mit Personen, welche in Schulbibliotheken in allen Schulformen der Schweiz tätig sind, in mindestens deutscher und französischer sowie potentiell auch in italienischer Sprache durchgeführt werden. Für diese Workshops werden hiermit Personen gesucht, die sich für die Mitarbeit zur Verfügung stellen würden. Voraussetzung ist die Tätigkeit in einer Schulbibliothek in der Schweiz und zumindest eine ungefähre Kenntnis der Richtlinien. Es sollen zwei Runden – eine zweite nach der Erstellung einer Arbeitsversion der neuen Fassung – durchgeführt werden. Idealerweise finden sich Personen, die am ersten Workshop teilnehmen, auch zur Teilnahme in der zweiten Runde bereit.
Im späteren Laufe des Projektes wird eine weitere Fassung der Richtlinien in die Vernehmunglassung gegeben.
Kontakt zum Team „Schulbibliotheken / Bibliothèques scolaires“ an der HTW Chur, sowohl für Personen, die sich für die Fokusgruppen zur Verfügung stellen würden, als auch für weitere Fragen:
Per Mail :sb-bs2012(at)htwchur.ch
Per Post an den Projektleiter:
Dr. Karsten Schuldt
Schweizerisches Institut für Informationswissenschaften, HTW Chur
Pulvermühlestrasse 57
7004 Chur




