Schweizerische Herzstiftung
Schulprojekte
Jugendliche am Puls des Lebens
Traurige Fakten
In der Schweiz erleiden jedes Jahr mehr als 50 000 Personen einen Herzinfarkt, einen Hirnschlag oder einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Pro Stunde sind somit sechs Personen Opfer eines lebensbedrohlichen Ereignisses. Ein Grossteil der Betroffenen erreicht das Spital leider nicht rechtzeitig. Tod, Behinderung oder eine stark eingeschränkte Lebensqualität sind die tragischen Folgen.
Besonders bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand haben die Opfer in der Schweiz – wenn sich ein solches Ereignis ausserhalb des Spitals zuträgt – mit weniger als 5 Prozent eine sehr geringe Überlebenschance. Der Hauptgrund: Viel zu wenige Laien sind in Lebensrettung ausgebildet und in der Lage, im Notfall rasche und wirksame Erste Hilfe zu leisten. Würde die Rettungskette, an deren Anfang die frühe Herz-Lungen-Wiederbelebung steht, einwandfrei funktionieren, so könnten jährlich über 1000 Menschen gerettet werden.
Jugendliche am Puls des Lebens
Damit sich die Situation zum Besseren wendet, hat die Schweizerische Herzstiftung das HELP-Jugendprogramm entwickelt. «Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.» Das geläufige Sprichwort trifft auch auf die Lebensrettung zu. Bereits im Kindes- und Jugendalter erlernte Kenntnisse, die zudem regelmässig aufgefrischt werden, sind besser abrufbar und nachhaltiger als der Inhalt eines Kurses, der erst im Erwachsenenalter besucht wird.
Die Schule ist das geeignete Setting, um Kindern und Jugendlichen das Grundwissen in Herz-Lungen-Wiederbelebung und den Einsatz der automatischen externen Defibrillatoren – sie werden immer häufiger an öffentlichen Standorten installiert – zu vermitteln. Das Programm will deshalb Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren in Schulen, Jugend- und Sportvereinen erreichen und deren Lehrkräfte oder Trainer/Leiter motivieren, ihnen Grundkenntnisse der Lebensrettung beizubringen.
Weitere Informationen unter www.helpbyswissheart.ch und im Flyer.




