Sprachheildienst
Orientierung über den Sprachheildienst / Verantwortlichkeitslisten
Rückblick Schuljahr 2006/2007 - Ausblick Schuljahr 2007/2008
LOGOPÄDIE/LEGASTHENIE
Erfassung der Kinder/Reihenabklärungen
Die Reihenabklärungen an den Kindergärten wurden im Herbst 2006 erstmals nach einem einheitlichen Modus durchgeführt. Die ersten Erfahrungen damit sind weitgehend positiv. Für 2007 wurden noch kleinere Anpassungen vorgenommen.
Wartelisten/zusätzliche Stellenprozente für Kindergartenkinder
Um die teilweise sehr umfangreichen Wartelisten rascher abbauen zu können und um die Chancen zu vergrössern, dass Kindergartenkinder möglichst früh in die Therapie aufgenommen werden können, stehen ab diesem Jahr 150 zusätzliche Stellenprozente zur Verfügung. Diese zusätzlichen Pensen sind auf Neuhausen und Schaffhausen verteilt, da in diesen zwei Gemeinden der Bedarf am grössten ist. Kindergartenkinder aus den übrigen Gemeinden, die am Wohnort lange auf einen Therapieplatz warten müssen, können aber ebenfalls davon Gebrauch machen. Voraussetzung dafür ist, dass die Eltern die Kinder zur Therapie bringen können. Die Anmeldung zur Therapie erfolgt durch die Logopädin vor Ort.
Durch die zusätzlichen Stellen wird hoffentlich eine Entspannung der Situation spürbar. Unrealistisch wäre es aber zu denken, dass damit alle Kindergartenkinder sofort einen Therapieplatz bekommen. Es wird weiterhin mit Wartelisten gearbeitet werden müssen.
Statistik 2006
Im Vergleich mit dem Jahr 2005 sind keine markanten Veränderungen festzustellen. Einige Punkte sollen aber doch erwähnt werden:
- Im Jahr 2006 waren 48 Kinder mehr in Therapie als im Vorjahr. Bis auf zwei waren alles Schulkinder.
- Die Wartelisten haben nochmals um 51 Kinder zugenommen. Da für 2007 zusätzliche Stellenprozente zur Verfügung stehen für die Therapie von Kindergartenkindern, sollte hier jetzt aber eine Verbesserung der Situation möglich werden.
- Die am häufigsten auftretenden Schwierigkeiten liegen in den Bereichen Schriftspracherwerb/“Legasthenie“ (Rz 237), Lautbildung (Rz 233) und Sprachentwicklung (Rz 234). Die Störungsbilder zeigen sich oft komplex. Häufig sind Wahrnehmungs- und/oder Speicherprobleme mitbeteiligt.
- Im Bereich Logopädie wurden 93 Lektionen weniger erteilt, im Bereich Legasthenie 444 Lektionen mehr. Der Bedarf an Legasthenie-Therapie ist in der 4. Klasse am grössten.
- Der Anteil der therapierten Kinder, die zwei- oder mehrsprachig aufwachsen, beträgt 33.5%, also ein Drittel. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg. – Neben Deutsch wurden 27 verschiedene Fremdsprachen registriert, 4 weniger als im letzten Jahr. Die Sprachen mit dem grössten Anteil sind Albanisch (75 Kinder), Italienisch (26 Kinder), Türkisch (25 Kinder), Tamil (15 Kinder), Kroatisch (12 Kinder), gefolgt von Spanisch und Portugiesisch (je 10 Kinder).
Personelles
Vermählungen:
Nicole Rahm steht kurz vor der Verheiratung. Ab 20. Juli lautet ihr Name Nicole Matthys-Rahm. – Beiden Paaren die herzlichsten Glückwünsche für den gemeinsamen Weg!
Austritte:
Ute Geprägs (Thayngen/Silberberg) und Doris Diethelm (Ramsen) scheiden aus dem Sprachheildienst aus. Sie konzentrieren sich künftig ganz auf ihre Arbeit an den Sprachheilkindergärten, da dort die Logopädie-Pensen erhöht werden.
Monika Junker (Schaffhausen/Steig) wechselt an die Sprachheilschule.
Franziska Hinterberger wird pensioniert.
Wechsel:
Christine Klein gibt die Schulhäuser Altstadt/Emmersberg in Schaffhausen ab und übernimmt dafür Therapie für Kindergartenkinder.
Susanne Engel gibt das Kirchacker-Schulhaus in Neuhausen ab und übernimmt dafür Therapie für Kindergartenkinder.
Birgit Lindau-Both gibt Lohn und Büttenhardt ab und übernimmt dafür das Kirchacker-Schulhaus in Neuhausen.
Karin Brunner Broder gibt Merishausen ab und übernimmt neu das Schulhaus Steig in Schaffhausen.
Eintritte:
Dr. Andrea Geigenberger: Lohn, Büttenhardt, Ramsen, Thayngen (Silberberg)
Edda Malleczek Zogg: Schaffhausen (Altstadt/Emmersberg)
Verena Kern: Merishausen/Bargen
Ruth Schüle: Therapie von Kindergarten-Kindern, Schaffhausen (Zündelgut)
Zur Zeit noch vakant: Siblingen, Schleitheim, Beggingen
Myofunktionelle Therapie
Myofunktionelle Therapie gehört in den Aufgabenbereich der Logopädin/des Logopäden. Sie dient der Korrektur oder Verbesserung der Funktion der Muskeln im Mundbereich. Fehlfunktionen können zu falschem Schluckmuster und Artikulationsstörungen führen und eine Veränderung der Zahnstellung zur Folge haben. Für Schülerinnen und Schüler ohne weitere logopädische Probleme wird diese Therapie nun neu direkt an der Schulzahnklinik angeboten und von einer erfahrenen Logopädin durchgeführt.
AUDIOPÄDAGOGIK
Per 01.01.07 wurde das Pensum um 20% erhöht. Beide Audiopädagoginnen haben nun 60% zur Verfügung für Ihre Arbeit.
Da die Audiopädagogik als hochschwellige Massnahme gilt, ist vorgesehen, dass dieser Bereich ab 2008 aus dem Sprachheildienst ausgegliedert wird und unter das Dach der Sprachheilschule (Schaffhauser Sonderschulen) kommt.
DANK
Allen Logopädinnen, Legasthenie-Therapeutinnen und Audiopädagoginnen danke ich für ihre Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, für ihr Engagement in den Schulhausteams und für die vorwiegend sehr gute Zusammenarbeit.
Für das entgegengebrachte Vertrauen, für ihre Unterstützung und die angenehme Zusammenarbeit danke ich ganz herzlich allen Personen und Stellen, mit denen ich das ganze Schuljahr über zu tun hatte, besonders Frau Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel, Herrn Jakob Geier, Frau Margot Schlatter sowie Herrn Markus Imhof, dem Präsidenten der Aufsichtskommission.
Neuhausen, 12. Juli 2007
Lilly Thomann-Häusler
Leiterin des Sprachheildienstes




