Stotterc(h)amp 2009

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„Stottern ist ok!“

Jugendliche aus der Schweiz, Österreich und Deutschland treffen sich im Juli in einem Zirkusareal am Bodensee zu einer aussergewöhnlichen Therapiewoche: dem Stotterc(h)amp. Der Titel weist auf den Standort CH hin und steht symbolisch dafür, dass man auch mit Stottern zum „Champ“ werden kann. Der Austausch mit anderen stotternden Jugendlichen, das Meistern von ungewohnten Situationen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Sprechen stärkt das Selbstbewusstsein der jungen Menschen  und ermöglicht ihnen einen neuen Umgang mit ihrer Kommunikationsstörung. Studierende der Logopädie und Psychomotoriktherapie betreuen die 11 bis 18-jährigen Jugendlichen individuell in einer Patenfunktion. Das Lager findet zum neunten Mal statt und wird von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) Zürich und der Medizinischen Akademie Freiburg (D) durchgeführt.

80’000 Personen stottern in der Schweiz
Stottern ist keine Seltenheit. Die meisten Kinder durchlaufen eine Phase in der sie nicht flüssig sprechen. Bei rund 5 % wird ein Stottern diagnostiziert. Je früher die Therapie einsetzt, umso grösser sind die Chancen auf eine Bewältigung des Stotterns – jedoch ist Stottern im Jugendalter meist nicht heilbar. Für jugendliche Stotterer gibt es Therapien, welche die Symptome abschwächen können.

Therapiewoche mit guten Erfolgen
Die Therapiewoche am Bodensee stärkt die Teilnehmenden darin, ihre Angst und Schamgefühle beim Kommunizieren abzubauen. Auf dem Tagesprogramm stehen neben Sprech- und Bewegungsübungen gemeinsame Aktivitäten wie Segeln, Klettern, Tauchen und Schwimmen. Die Erfahrungen des Stotterc(h)amps zeigen, dass die intensive Gruppentherapie auch bei Jugendlichen, die bereits mehrere Therapien besucht haben, positive Wirkungen erzielen kann.

Eckdaten
Anmeldeschluss: 15. Mai, Durchführung: 5. bis 10. Juli 2009                                                               

Mehr Informationen finden Sie unter www.hfh.ch/stottercamp