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TransHelvetia - Theateraustausch

TransHelvetia

"TransHelvetia" steht für einen die Sprachgrenzen überschreitenden Theateraustausch der französischen und deutschen Schweiz. Die kooperierenden Theaterhäuser Theater Basel und Théâtre Vidy Lausanne verantworten je eine jährliche Inszenierung in der jeweiligen Landessprache, die dann sowohl vor Ort als auch im jeweils anderen Landesteil insbesondere vor einem jungen Publikum zwischen 16 und 20 Jahren gespielt wird. In der Spielzeit 2006/07 inszeniert Gian Manuel Rau die deutschsprachige Aufführung von Georg Büchners "Woyzeck"; das Théâtre Vidy wird in der Saison 2007/2008 ein französischsprachiges Stück auf die Bühne bringen. "TransHelvetia" hilft überdies jungen Theaterschaffenden beim Sprung von Ausbildung zu Beruf: Erarbeitet werden die Inszenierungen mit Absolventen der Schauspielschulen in Bern, Lausanne und Zürich.

 

Koproduktion mit dem Theater Basel

"Woyzeck" von Georg Büchner

Premiere am 28. März 2007

 

Eine Koproduktion des Theater Basel mit dem Théâtre Vidy Lausanne im Rahmen des Projektes "TransHelvetia"Gefördert von der Sophie und Karl Binding Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung und der Fondation de Famille Sandoz

 

Am 21. Juni 1821 brachte Johann Christian Woyzeck seine Geliebte um. Im Prozess wurden Gutachten über die Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten erstellt. Am 27. August 1824 wurde Woyzeck zum Tode verurteilt und öffentlich hingerichtet.

1836 beginnt der 23-jährige Arzt Georg Büchner diesen Fall in einem Theaterstück zu verarbeiten. Sein Woyzeck ist genau wie der historische ein armer Mann, der von Gelegenheitsjob zu Gelegenheitsjob hetzt und sich mehr schlecht als recht über Wasser hält. Er lässt sich von einem Arzt als Versuchsperson anheuern und arbeitet als Barbier und Laufbursche für den Hauptmann. Beide nutzen ihn physisch und psychisch aus und demütigen ihn in der Öffentlichkeit. Sein weniges Geld gibt er Marie, mit der er ein Kind hat. Die lebenslustige Frau verliebt sich aber in einen Tambourmajor. Als Woyzeck davon erfährt, richtet sich seine ganze unterdrückte Wut gegen das Wesen, das er liebt. Büchner untersucht die Umstände, die Woyzeck zum Verbrecher werden lassen: Verarmung, Arbeitshetze, Verlustangst und permanente Demütigung.

Der Regisseur Gian Manuel Rau sucht mit einem fünfköpfigen Ensemble junger Schauspielabsolventen nach dem Punkt, an dem das Schicksal des Mörders Woyzeck ein heutiges Lebensgefühl trifft und berührt.

Aufführungen am Theater Basel im April und Juni 2007.

Die Produktion "Woyzeck" ist mobil und kann sowohl in Theatern als auch in Schulen gespielt werden.

Die Materialienmappe für Schulen zu Stück und Inszenierung (in deutscher Sprache) sind erhältlich unter 044 251 46 06 oder go.stocker(at)bluewin.ch