ZHAW
Ergebnisse der aktuellen JAMES-Studie
Am Freitag, 29. Oktober 2010, hat Prof. Dr. Daniel Süss an der WORLDDIDAC in Basel die Ergebnisse der aktuellen JAMES-Studie (Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz) zum Medienverhalten von Jugendlichen in der Schweiz präsentiert. 98% aller Befragten verfügen über ein eigenes Handy und 95% haben von zuhause aus Zugang zum Internet. Ihre durchschnittliche Surfdauer unter der Woche beträgt rund zwei Stunden pro Tag. Über die Hälfte nutzt den Computer zuhause auch zum Lernen. Handy und Internet werden inzwischen deutlich häufiger genutzt als das Fernsehen. Sehr beliebt sind Social Networks wie Facebook.
Unter der Projektleitung von Prof. Dr. Daniel Süss und Gregor Waller vom Departement Angewandte Psychologie der ZHAW wurden über 1000 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in allen drei grossen Sprachregionen der Schweiz zu ihrem Medienverhalten befragt. Themen der Umfrage waren sowohl das Freizeitverhalten im non-medialen wie auch das Nutzungsverhalten im medialen Bereich (z.B. Handy, Internet oder Videogames).
Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass die Jugendlichen sich am häufigsten mit Freunden treffen (non-medial) und ihr Handy nutzen (medial). 98% aller Befragten verfügen über ein eigenes Handy, 95% haben von zuhause aus Zugang zum Internet.
Der Umgang der Adoleszenten mit Computer und Internet wurde vertieft analysiert: Welche Inhalte verbreiten und gestalten Jugendliche im Web? Wie beschaffen sie sich Informationen? Achten sie auf ihre Privatsphäre in Social Networks?
Mehrheit nutzt Computer auch für Schule und Lehre
Die durchschnittliche tägliche Surfdauer unter der Woche beträgt rund zwei Stunden, am Wochenende drei Stunden täglich. Zwei Drittel der Jugendlichen nutzt den Computer zuhause auch zum Lernen. Als Informationsquelle wird das Web 2.0 wie beispielsweise Facebook ebenso häufig genutzt wie traditionelle Suchmaschinen (z.B. Google). Die Jugendlichen sind auch selber im Internet aktiv: In den Social Networks gestalten sie am liebsten Inhalte. 84% der Jugendlichen sind bei mindestens einer Plattform registriert, hauptsächlich bei Facebook. 57% der befragten Jugendlichen gaben an, die Privatsphäre-Option aktiviert zu haben. Mit zunehmendem Alter werden das Handy, Internet und die Printmedien häufiger genutzt, weniger hingegen Computer- und Videospiele.
Swisscom ist Kooperationspartnerin der JAMES-Studie. Der Jugendmedienschutz ist dem Unternehmen ein wichtiges Anliegen im Rahmen einer nachhaltigen Unternehmensstrategie. Swisscom fördert den Jugendmedienschutz mit technischen Massnahmen wie Filtern und Kinderschutzsoftware sowie mit Angeboten, welche die Medienkompetenz fördern.
Die Befragung in der Deutschschweiz wurde durch Isabel Willemse vom Departement Angewandte Psychologie der ZHAW durchgeführt. Verantwortlich im Tessin war Dr. Marta Cola von der Università della Svizzera italiana. In der Welschschweiz war Dr. Patrick Amey von der Université de Genève für die Erhebung zuständig.
Die Ergebnisse der JAMES-Studie können online unter www.psychologie.zhaw.ch/JAMES oder unter www.swisscom.ch/JAMES abgefragt werden.




