pro juventute

Diese Seite drucken (in neuem Fenster)

Beratung für Kinder, die unter Gewalt leiden

pro juventute berät Kinder und Jugendliche, die unter Gewalt in der Familie leiden

Kein Tag ohne Tränen  

Häusliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist in der Schweiz leider eine Realität. Gründe gibt es viele: Alkoholprobleme, Depressionen oder Überforderung der Eltern sind einige davon. Über die Telefonhilfe 147 und tschau.ch berät pro juventute jeden Tag junge Menschen, die es zu Hause nicht mehr aushalten.   «Mein Vater und meine Mutter hassen sich und streiten immer. Wenn sie dann verzweifelt sind, lassen sie ihre Wut an mir aus. Es vergeht kein Tag ohne Tränen.» Solche und ähnliche Worte lesen die Beraterinnen und Berater der pro juventute-Internetplattform tschau.ch jede Woche. Leider können Probleme und Konflikte nicht in jeder Familie in gegenseitigem Respekt gelöst werden. Der Schritt zu Gewalt und Misshandlung ist manchmal klein. «Dürfen mein Eltern so mit mir umgehen?», fragen sich verunsicherte Kinder und Jugendliche und fühlen sich in ihrer Not oft sehr allein. Die Gründe für eskalierende Familiensituationen sind unterschiedlich. Eine Beziehungskrise der Eltern, psychische oder berufliche Probleme eines Elternteils, die Krankheit eines Familienmitglieds oder Überforderung mit den Erziehungsaufgaben sind mögliche Auslöser.

 

50 Anrufe pro Woche zum Thema Gewalt

Im letzten Jahr erhielt die pro juventute Telefonhilfe 147 schweizweit über 2500 Anrufe von Buben und Mädchen, die in ihrem Umfeld mit physischer Gewalt konfrontiert waren. Das sind pro Woche rund 50 Anrufe zu diesem Thema. Die pro juventute-Telefonberaterinnen und –berater lassen die Kinder und Jugendlichen Anteilnahme spüren und geben ihnen die Sicherheit, dass sie das Recht haben, sich Hilfe zu holen. Gemeinsam mit den Ratsuchenden erörtern sie Möglichkeiten und besprechen mit ihnen, welche konkreten Schritte sie als Nächstes unternehmen können.  

www.projuventute.ch